Mittwoch, 29. April 2020

RISOTTO mit GEDÖNS

Hallo Ihr Lieben,
gestern habe ich mit Risotto experimentiert - Zutaten, die so ähnlich schon Jamie Oliver verwendet hat, aber eben doch anders. Ein bisschen Italien nachhause geholt.


Uns hat es lecker geschmeckt. Probiert selbst!

 
Und so geht's:

Risotto mit grünem Spargel, Zitrone, Minze und Ziegenkäse


Zutaten für 4-6 Personen:

1 Bund Frühlingszwiebeln in Röllchen
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
2 Bund grüner Spargel, von den holzigen Enden befreit und in Scheibchen geschnitten, die Köpfe extra
250 ml trockener Weißwein
500 g Risottoreis
1,5 L heiße Gemüsebrühe
100 g Butter
2 Handvoll geriebener Parmesan, plus Parmesan am Stück zum Servieren
1 Bund Minze, die Blätter abgezupft und fein gehackt
Saft und abgeriebene Schale von 2 unbehandelten Zitronen
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Olivenöl
1El Zucker
Ziegenkäse nach Geschmack
Pinienkerne, leicht angeröstet
 

Zubereitung:

In einem großen Topf ein wenig Olivenöl erhitzen. Darin die Frühlingszwiebeln und Knoblauchwürfel bei mittlerer Hitze anschwitzen. Den Reis hinzugeben und die Temperatur erhöhen. Mit Wein ablöschen. Jetzt nach und nach die Brühe hinzugeben und rühren, rühren, rühren bis der Reis al dente ist. Die Temperatur ist jetzt übrigens wieder niedrig, weil, wie Jamie Oliver sagt:

turn the heat down to low so the rice doesn’t cook too quickly, otherwise the outside of each grain will be stodgy and the inside hard and nutty (you don’t want to cook it too slowly either, or it will turn into rice pudding!)“ 🙂

Parallel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Spargelspitzen (ohne die Köpfchen) anbraten, bis sie noch bißfest sind, die Köpfchen dazugeben, Zucker drüber, etwas karamelisieren lassen. 

Herd ausschalten, Spargelstücke, Butter und Parmesan zum Risotto einrühren. Ebenso Minze, Zitronensaft und -schale. 
Vor dem Servieren das Risotto kurz ruhen lassen, währenddessen den Wein einschenken 🙂 und beim Servieren den Ziegenkäse kleingeschnitten direkt auf den Teller geben. 
Wer mag, darf auch noch von den gerösteten Pinienkernen darüber streuen. Ansonsten – einfach in einen grünen Salat mit Cocktailtomaten als Beilage geben.




So, und da die Natur uns heute etwas Regen schenkt, spar ich mir das Garten gießen, freu mich für die Pflanzenwelt und putze mal den Blütenstaub von den Fenstern.
Lasst es Euch heute gut gehen - und berichtet mir doch mal was Ihr so leckeres kocht.
Liebe Grüße
Eure Fotogräfin Angi






Montag, 27. April 2020

GENUSSZEIT - FRÜHLINGSLUST

Was eine wunderschöne Jahreszeit - obwohl wir alle gerade mit vielen Einschränkungen und Veränderungen konfrontiert sind. Hoffen wir, dass alle einigermaßen gut diese Coronazeit überstehen. Sicher ist, diese Zeit vergisst keiner von uns.
Mir wird ganz sicher an Schönem in Erinnerung bleiben, wie strahlend blau der Himmel war, die Sonne gelacht hat, ich viel Zeit mit den Kindern hatte und wieviel wir über Sinn und Unsinn diskutiert haben.
Die Umarmungen von FreundInnen fehlen, aber trotz aller Einschränkungen kommt keine Langeweile auf.

Wir tun was wir immer gerne machen - kochen, auf der Terrasse sitzen, genießen.


Eins meiner überraschenden Highlights ist das Rhabarber-Chutney. Schmeckt so herrlich frisch, fruchtig, leicht scharf - ideal zu Gegrilltem, als Ersatz für Barbeque-Sauce, aber tatsächlich geht es sogar auf ein frisches Bauernbrot.
Probiert es selbst aus und traut Euch es vielseitig einzusetzen.

 Hier das Rezept:

RHABARBER-CHUTNEY

500g Rhabarber (der rote HimbeerRhabarber hat den besten Geschmack!😋)
2 rote Zwiebeln
1 großer Apfel
1 Peperoni rot (Chili geht auch)
1 rote Paprika
2 TL geriebener Ingwer
2 TL abgeriebene Zitronenschale
2 TL Senfkaviar (eingelegte Senfkörner)
120 ml Balsamicoessig, dunkel
50 ml Apfelessig
60 ml Rotwein, trocken
500 g Gelierzucker 3:1
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Cayennepfeffer




Den gewaschenen, geschälten Rhabarber in kleine Stücke schneiden, Die Zwiebeln, schälen, würfeln. Paprika und Peproni entkernen und fein würfeln, Apfel entkernen, in kleine Würfel schneiden. Alle Zutaten in einen Topf geben und 1,5 Stunden ziehen lassen. Langsam erhitzen bis es aufkocht, dann unter Rühren solange köcheln bis das Chutney leicht eingedickt ist. Heiß in saubere Gläser abfüllen und auskühlen lassen. Hält 4-6 Wochen im Kühlschrank.




Und wieder waren wir "im Bärlauch" - herrlich dieser Duft - und jetzt die Blüten, auch ein Augenschmaus.



Dieses Mal habe ich doch ein paar Knospen gepflückt und diese wie folgt eingelegt:

Bärlauch-Kapern:

Bärlauchknospen, mit etwas vom Stil, gewaschen
2 Teile Essig nach Geschmack
1 Teil Wasser
Lorbeerblatt, ein frisches wäre super, getrocknet geht auch sicher auch
Salz,Zucker


Den Essig zusammen mit dem Wasser und dem Lorbeerblatt ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen. Danach die Bärlauchknospen hinzufügen, salzen und eine Prise Zucker hinzufügen. Noch einmal ganz kurz aufkochen lassen, dann die Bärlauchknospen sofort mit der Flüssigkeit in passende Gläser ( bis zum Rand hin voll machen ) abfüllen.
Mindestens 3-4 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen, danach kann man es mit Pasta oder Risotto mit Parmesan genießen. Ich bin gespannt...

Und jetzt lehn ich mich für heute zurück und genieße den sonnigen Abend bei einem leckeren Aperol-Lemon. 



Lasst es Euch gutgehen und fühlt Euch umarmt.
Eure Fotogräfin
Angi

Sonntag, 29. März 2020

FELLNASE + BÄRLAUCH + KAMERA = GLÜCK



Wir haben grad echt ein bisschen verrückte Zeiten - nie dagewesene Augenblicke, ganz sicher für jeden von uns. Egal ob wir arm oder reich sind, allein, zu zweit oder mit einer ganzen Familie - fast alle "dürfen" wir mehr Zeit mit uns selbst verbringen. Ich nutze die Zeit um die Natur und ihre Genüsse mit allen Sinnen einzufangen. Los mit dem Hund, der Kamera, der Schere - gelandet sind wir heute früh bei einem riesen Bärlauch"feld". Emil hatte genausoviel Freude daran wie ich. 



Ein Duft... also schnell eingesammelt was in die Tasche passte. Aber bitte beachtet folgendes wenn Ihr dasselbe vor habt:
  • Nur bei großen Bärlauchbeständen sammeln. Kleine Bestände in Ruhe wachsen lassen.
  • Nicht direkt neben Straßen und Wegen sammeln.
  • Bärlauchblätter nicht ausreißen sondern schneiden.
  • Pro Pflanze nur 2-3 Blätter ernten, damit sie sich weiter vermehren und wachsen kann.
  • Am besten keine Knospen ernten. Wenn doch, dann wenige.
  • Vorsichtig gehen und die anderen Pflanzen nicht achtlos zertreten.
  • Nur Mengen für den Eigenbedarf sammeln, nicht plündern.



Auf jeden Fall wird es leckeres Bärlauchpesto (mit Walnüssen) geben. Aber davor habe ich mal einen BÄRLAUCHKUCHEN getestet. Schaut selbst, das Rezept gibt es gleich dazu:
  • 100g Bärlauch
  • 1 Zwiebel
  • 75ml Olivenöl
  • 8 Bio-Eier
  • 1TL Rosmarin, getrocknet
  • 120g Mehl
  • 1TL Backpulver
  • 100g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  1. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Butter ausstreichen und bemehlen.
  2. Die Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden. Die äußeren Zwiebelringe beseite legen, den Rest klein hacken. In einer Pfanne die Butter erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Den Rosmarin dazugeben und kurz mitrösten. Beiseite stellen und auskühlen lassen.
  3. Den Bärlauch waschen und grob hacken. In einer Schüssel Bärlauch, Zwiebelwürfel, Olivenöl und Eier gut miteinander verrühren. Mehl, Backpulver und frisch geriebenen Parmesan hinzufügen. Mit 1TL Salz und einer großzügigen Menge Pfeffer würzen. Die Masse gut verrühren.
  4. Den Teig in die Springform füllen. Mit den Zwiebelringen belegen und mit Kürbiskernen bestreuen. Im Backofen ca. 30-40 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun ist. Stäbchenprobe machen: wenn ein Zahnstocher in den Kuchen gestochen wieder sauber herauskommt, ist der Kuchen fertig.
  5. Vor dem Servieren den Bärlauchkuchen noch 20 Minuten abkühlen lassen. Mit frischem Kräuter-Joghurt-Dip servieren.




 
Schmeckt echt lecker!
                                                                            ☀

Gestern haben wir noch die Sonnenstrahlen genutzt und sind ein bisschen in Bad Cannstatt rumgerollert, dabei haben wir so einiges entdeckt und ich habe meine neue Handykamera ein bisschen getestet.
Solltet Ihr auch mal machen - einfach wild drauf los und dabei zur Zeit die extreme Ruhe und Leere dort entdecken, wo es sonst ganz anders zugeht.














Und zum guten Schluß wünsch ich Euch mit den beiden Bildern noch einen wundervollen Sonntag, holt ein Spiel raus, lernt Euch neu kennen und genießt ein gutes Essen.
Eure Fotogräfin
Angi